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BOMAG: Ausbildung in Corona-Zeiten

Boppard, 07.05.2020. Das Coronavirus stellt auch das Ausbildungssystem in ganz Deutschland vor eine harte Prüfung. Um dennoch erfolgreich weiter lernen zu können, wird Auszubildenden und Ausbildern einiges an Flexibilität abverlangt. Gut geklappt hat bei BOMAG die kurzzeitige Umstellung auf E-Learning von zuhause aus. Auch die seit dem 20. April wieder angelaufene Ausbildung in der Produktion und im Ausbildungszentrum unter Corona-Bedingung funktioniert.

Beim Maschinenbauer BOMAG in Boppard musste wegen der Corona-Pandemie das gesamte Ausbildungszentrum für die gewerbliche Ausbildungeinen knappen Monat lang – vom 23.03.2020 bis 20.04.2020 – kurzfristig auf häusliches Lernen umgestellt werden. Das funktionierte auch deswegen relativ reibungslos, weil BOMAG seine Auszubildenden gut mit digitalen Lösungen zur Kommunikation und zum Lernen vernetzen konnte. Anfänglich machte der Verbindungsaufbau mit der App Teams dem ein oder anderen Teilnehmer noch zu schaffen, wie Karl Thomas, Hans-Werner Kaltenborn und Marcus Müller einhellig berichten; die drei sind Ausbilder für die gewerblichen Ausbildungsberufe bei BOMAG.Die Auszubildenen wurden vom Betrieb mit Aufgaben versorgt, die sie zuhause bearbeiten konnten. Dazu zählten teilweise auch Aufgaben für die Berufsschule, die ebenfalls wegen der Pandemie geschlossen wurde. Für die Versorgung der Azubis auch mit den Berufsschulinhalten standen die Ausbilder bei BOMAG in engem digitalem Kontakt mit den Berufsschullehrern.Im Fokus stand dabei immer, die Auszubildenden auch zuhause individuell zu unterstützen und aufkommende Fragen nicht unbeantwortet zu lassen.

„Anders als beim Home Schooling, das derzeit in den Schulen bis zur Oberstufe praktiziert wird, haben wir als Betrieb eine Verpflichtung gegenüber unseren Auszubildenen, die Inhalte gemäß Ausbildungsrahmenplan zu vermitteln. Die Unterstützung von Schülern durch die Eltern muss bei den Auszubildenden durch uns als Ausbildungsbetrieb übernommen werden“,so Katja Hahn, Personalleiterin bei BOMAG. „Im Großen und Ganzen haben alle Auszubildenden gut mitgemacht“, sagt Marcus Müller. Was den Azubis eher zu schaffen machte, war die Isolation und die mangelnden praktischen Übungen in der Lehrwerkstatt. „Wir mussten den Monat über natürlich verstärkt die Theorie vermitteln, was auf Dauer ohne praktische Anwendung eintönig auf die Auszubildenden wirkt. Die haben sich immerhin bewusst dafür entschieden, nach der Schule etwas „praktisches“ machen zu wollen. Nach ungefähr drei Wochen hat sich unter den Auszubildenen Sehnsucht nach der praktischen Ausbildung bemerkbar gemacht“, meint Hans-Werner Kaltenborn.

Neustart im Betrieb unter Corona-Bedingungen

Seit 20. April hat gemeinsam mit dem gesamten Werk in Boppard nun auch wieder die Lehrwerkstatt geöffnet. Die Auszubildenden freuen sich über die praktischen Übungen und über den sozialen Austausch, wenn dieser auch unter Bedingungen des Pandemieschutzes stattfinden muss. Um Infektionen zu verhindern, sind die Abstandsregeln auch in der Lehrwerkstatt einzuhalten und zur Vermittlung der Inhalte in kleineren Gruppen musste auf zusätzliche Räume ausgewichen werden. Ein Mundschutz wird vom Betrieb zur Verfügung gestellt.

Während die Lehrwerkstatt nur dem ersten Ausbildungsjahr zur Verfügung steht, sind die anderen Ausbildungsjahrgänge seit 20.April wieder in ihre Fachbereiche bei BOMAG zurückgekehrt. Auch hier gelten selbstverständlich für alle Betriebsangehörigen die Schutzmaßnahmen vor dem Coronavirus.

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